Rufen Sie uns jetzt kostenlos unter : 0800 90 20 404 an oder schreiben Sie uns eine Email

Biologisch

Biologische Schädlingsbekämpfung kennen wir alle: Wenn Mäuse im Haus sind, schicken wir einfach die Katzen in den Keller!

Logisch – denn die Katze ist der natürliche Feind der Maus …

Dieses Prinzip nutzt die biologische Schädlingsbekämpfung, denn die Natur hat dafür einiges auf Lager!

So werden die winzige Schlupfwespe (gegen Lebensmittelmotten) und die Lagererzwespe (gegen die Vorratschädlinge Kugelkäfer und Messingkäfer) ganz einfach auf die Suche geschickt. Sherlock Holmes und Doktor Watson auf Verbrecherjagd … das funktioniert bestens!

Biologische Bekämpfungsmaßnahmen haben sich als Alternative zu chemischen Anwendungen erfolgreich bewährt und ermöglichen eine umweltverträgliche, natürliche Bekämpfung der Schädlinge.

Wir beraten Sie gerne und helfen bei der Anwendung und Durchführung solcher Maßnahmen.

Die Schlupfwespe (Trichogramma evanescens) wird gegen Lebensmittelmotten eingesetzt

Die Schlupfwespen sind 0,3-0,4 mm lang also so groß wie dieser Punkt . Diese Schlupfwespen legen ihre Eier in die Eier der Schädlinge. So werden die Motteneier abgetötet, denn aus dem Mottenei kommt nach 8-10 Tagen eine neue, kleine Schlupfwespe. Diese Schlupfwespen können ausschließlich durch Motteneier überleben, d. h. wenn es keine Motten mehr gibt, gibt es auch keine Wespen mehr. Die Wespen selber fressen nicht.  Trichogramma evanescens ist in Europa einheimisch. Die Lebenszeit dieser Tiere beträgt bei Zimmertemperatur ca. 6 Tage. 1000 Trichogramma (luftgetrocknet) wiegen etwa 0,002 g.

Wie viele Karten benötige ich?
Pro Fach mit trockenen, pflanzlichen Produkten benötigt man eine BIp-Karte mit Nützlingen (sie enthält etwa 3000 Schlupfwespen). Pro Schrank sollten 2 Karten, für hohe Schränke oder Regale, sowie Vorratskammern im Haushalt sollten 4 Karten eingesetzt werden. Nicht vergessen werden dürfen die Schränke mit Gewürzen, Tees und evt. Tiernahrungsmitteln.

Beispiel:
Für eine Küche mit 3 Fächern im Einbauschrank (mit Vorräten gefüllt) sowie ein Regal mit Gewürzen sind 4 Karten nötig. Damit eine Schlupfwespen-Ausbringung erfolgreich ist, müssen über 9 Wochen Trichogramma-Karten ausgelegt werden, d.h. an einem Ausbringungspunkt müssen im Abstand von 3 Wochen insgesamt 3 mal Karten ausgebracht werden. Für unsere Beispielküche also 4 x 3 = 12 Karten.

Wie anwenden?
Damit eine Schlupfwespen Ausbringung erfolgreich ist, müssen über 9 Wochen Trichogramma-Karten ausgelegt werden, d. h. an einem Ausbringungspunkt müssen im Abstand von 3 Wochen insgesamt 3 mal Trichogramma-Karten ausgebracht werden. Die Schlupfwespen müssen sofort an die „Stätte ihres Wirkens“ kommen, d.h. in den Vorratsschrank oder auf das Regal, in dem sich Getreideprodukte, Gewürze etc. befinden. Sie können höchstens für 24 Stunden im Kühlschrank zwischengelagert werden. Das bedeutet sie können nicht „auf Vorrat“ gekauft, sondern müssen immer frisch geliefert werden.

Die Lagererzwespe (Lariophagus distinguendus) wird gegen die Vorratsschädlinge Kugelkäfer und Messingkäfer eingesetzt

Die Lagererzwespe (Lariophagus distinguendus) findet versteckt in Vorräten lebende Käferlarven außergewöhnlich gut dank ihres Geruchsinnes. Die im Innern von Vorräten befindlichen Käferlarven werden abgetötet. Daher bietet der Einsatz insbesondere dort Vorteile, wo die Reinigung schwierig und Kontakt­insektizide daher ungenügend wirksam sind.

Die Lagererzwespe ist eine Schlupfwespe aus der Familie der Erzwespen. Die Körperlänge der Weibchen beträgt etwa 3 mm, die der Männchen bis zu 2 mm. Die Weibchen parasitieren im Verborgenen lebende Larven und Puppen von mindestens 11 Käferarten aus 5 verschiedenen Familien, darunter: Tabakkäfer, Brotkäfer, Kornkäfer, Maiskäfer und Reiskäfer, Kugelkäfer und Getreidemotte.

Die Larve des Käfers wird paralysiert, wobei die Schlupfwespe ihren Legebohrer in das Substrat einbohrt. Anschließend legt sie ein Ei neben die Käferlarve. In der Regel wird an jeden parasitierten Wirt ein Ei abgelegt. Nach ein bis zwei Tagen schlüpft die Larve der Schlupfwespe und frißt die Käferlarve auf. Nach dem Schlupf nagt sich die junge Wespe aus dem Substrat und gelangt ins Freie. Bei 26°C beträgt die Lebensdauer der Weibchen 12 Tage.

Die erwachsenen Tiere werden aus Petrischalen freigelassen. Die Freilassungs­abstände richten sich vor allem nach den Temperaturen im Objekt.

Benötigen Sie weiter Informationen oder Beratung über die Möglichkeiten einer biologischen Schädlingsbekämpfung, rufen Sie uns ganz einfach an:

 0800 90 20 404

Auf Wunsch erhalten Sie von uns auch gerne ein unverbindliches Angebot über mögliche Schutzmaßnahmen.