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DIN 16636

DIN EN 16636

Kurzer Rückblick in der Schädlingsbekämpfung ohne DIN EN 16636

Früher wurde der gute, alte „Kammerjäger“ zur Hilfe geholt, wenn das sprichwörtliche Kind schon in den berühmten Brunnen gefallen war.

Dieser bekämpfte dann mit aller Macht die vorhandenen Schädlinge. Seine Leistung wurde anhand der Schnelligkeit und am eigentlichen Erfolg gemessen.

Diese einfache Vorgehensweise ist heute aufgrund vieler Gesetzesnovellierungen nicht mehr möglich. Heute geht es vielmehr um Prophylaxe, Kontinuität bzw. Regelmäßigkeit.

Als gut werden heute Schädlingsbekämpfer empfunden, welchen es gelingt, einen Befall zu verhindern bzw. einen möglichen Befall frühzeitig zu erkennen.

Hierbei ist es unerläßlich, daß die entsprechenden Fachleute auch über die richtigen und notwendigen Qualifikationen verfügen. Auch hier wurde in der Vergangenheit alles geboten und vermeintliches Fachpersonal verfügte von Crash-Kursen angefangen, bis hin zu mehrwöchigen Ausbildungen, über ein buntes Sortiment an Urkunden und Dokumenten.

Eine sogenannte Sachkunde wurde vom Gesetzgeber nur dann gefordert, wenn der Schädlingsbekämpfer mit Gefahrstoffen hantierte.

Ferner ist eine Sachkunde nur ein Ausbildungsnachweis und sagt nichts über die Qualität der Arbeit aus.

Somit wurde es Zeit sich einer DIN-Norm zu bedienen, welche von unabhängigen Sachverständigen, in regelmäßigen Abständen überprüft wird und dem Kunden die notwendige Sicherheit für dessen Betrieb liefert.

Was verbirgt sich hinter der DIN EN 16636?

Die DIN EN 16636 ist eine europäische Norm, welche die Anforderungen für Schädlingsbekämpfungsdienstleistungen und Kompetenzen festlegt, welche professionelle Anbieter zum Schutz der öffentlichen Gesundheit, von Sachwerten und der Umwelt erfüllen müssen.

Sie beinhaltet die Beurteilung, Empfehlung und anschließende Durchführung der festgelegten Bekämpfungsverfahren und Vorsorgemaßnahmen.

Im Wesentlichen besteht die DIN EN 16636 aus zwei Komponenten.

  1. Anforderungen an die Prozeßabläufe in Schädlingsbekämpfungs-unternehmen gem. eines 10-Punkte-Plans:
  • Befallsaufnahme inkl. Einschätzung des Befallsrisikos und Bestimmung der Schädlingsart
  • Analyse der Befallsursachen
  • Beurteilung des Schadensrisikos
  • Definition der Anwendungs- und/oder Rechtsbereiche der zu folgenden Maßnahme
  • Erstellung eines Plans für eine mögliche Prophylaxe und/oder Bekämpfung
  • Schriftliches Angebot gegenüber dem Kunden bzw. Kostenvoranschlag
  • Umsetzung der im Plan definierten Maßnahmen
  • Herausgabe eines Behandlungsprotokolls an den Kunden mit folgendem Inhalt:
  1. Was wurde umgesetzt?
  2. Gab es Abweichungen zum Plan bei der Durchführung und warum waren diese notwendig?
  3. Welche Wirkstoffe und in welcher Dosierung sind zum Einsatz gekommen?
  4. Wo kamen die Mittel zum Einsatz?
  5. Empfehlung über befallsspezifische Präventivmaßnahmen!
  • Erstellung eines Wirksamkeitsnachweises (dient als Beleg dafür, daß die gewählten Maßnahmen effizient waren)
  • Nachweis über eventuell getätigte Entsorgungsmaßnahmen, die im Zusammenhang mit diesem Prozeßablauf stehen.
  1. Kompetenzen der durchführenden Personen (Es wird nach den folgenden vier Mitarbeitergruppen unterschieden):
  • Technisch verantwortliche Personen
  • Professionelle Anwender
  • Mitarbeiter im Verkauf / Vertrieb
  • Mitarbeiter in der Verwaltung

Jede dieser Mitarbeitergruppen unterliegt einem detaillierten Anforderungskatalog, welcher bestimmte Kompetenzen einfordert und vorgibt. Ein entsprechender Nachweis gilt als Pflicht!

Entsprechende Audits mit Dauer von mind. einem Tag, sorgen in jeglicher Hinsicht für die Einhaltung aller Richtlinien. Ein in Folge ausgehändigtes Zertifikat hat eine Gültigkeit von drei Jahren. Um die Gültigkeit aufrecht zu erhalten, ist 18 Monate nach der Erstbegutachtung ein Überwachungsaudit erforderlich.

IFS und BRC fordern zudem solche Audits. Somit bieten Schädlingsbekämpfungsbetriebe mit DIN EN 16636 für Lebensmittelbetriebe eine zusätzliche Sicherheit bei deren Suche nach einem geeigneten Dienstleister.

Welche Vorteile bietet die DIN EN 16636 aus Kundensicht ?

  • Die DIN-Norm beschreibt eine standardisierte Vorgehensweise für Begutachtungen, Ursachenanalysen, Risikoanalysen, Maßnahmenpläne, Abfallmanagement und die Berichterstattung, die von Schädlingsbekämpfern einzuhalten ist.
  • Die DIN EN 16636 entspricht den allgemein anerkannten Regeln der Schädlingsbekämpfung in Deutschland und natürlich auch ganz Europa.
  • Eine Schädlingsbekämpfungsdienstleistung kann im Streitfall als mangelhaft beurteilt werden, wenn sie nicht nach den Regeln der DIN EN 16636 durchgeführt wird.
  • Die Zertifizierung nach DIN EN 16636 ist ein zusätzliches Bewertungskriterium bei der Auswahl eines geeigneten Schädlingsbekämpfers.
  • Eine besonders hohe Relevanz hat die DIN EN 16636 für Betriebe aus den Bereichen der Lebensmittelindustrie, Hotellerie und Gastronomie, dem Gesundheitsmanagement, sowie allen weiteren Branchen, welche häufig Dienstleistungen von Schädlingsbekämpfern in Anspruch nehmen und/oder sich selbst einer hohen Eigenzertifizierung unterwerfen.

Es ist folglich zu empfehlen, mit Schädlingsbekämpfern zusammenzuarbeiten, welche die Anforderungen der

DIN EN 16636

zur Grundlage ihrer täglichen Arbeit machen!

Unser DIN EN 16636 Zertifikat zum ansehen