Mehlmotte

Mehlmotte

Lateinisch: Ephestia kuehniella

Adulte (erwachsene) Mehlmotte: Die Flügelspannweite des in Ruhestellung mit angelegten Flügeln 10-14 mm langen Falters beträgt 20-22 mm weniger deutlich gemusterte, blau- oder rötlichgraue Vorderflügel mit gezackten, dunkleren Querbinden und einer Reihe dunkler Punkte an den Enden, Hinterflügel hellgrau, mehr oder weniger dreieckig und breiter als die Vorderflügel.
Eier: 0,6 mm groß, weiß, längsoval.
Larven: erwachsene Larve 15-20 mm lang, weiß, bisweilen rosafarben oder grünlich, mit braunem Kopf, Nacken- und Afterschild und langen Haaren auf sog. Haarplatten.
Die zur Familie der Vorratsmotten oder Zünsler (Pyralidae) gehörende Mehlmotte (Ephestia (Anagasta) kuehniella, Ordnung: Schmetterlinge (Lepidoptera), Klasse: Insekten) findet sich überall dort, wo Getreide und Mehl verarbeitet und gelagert werden, auch in privaten Haushalten kann dieser Vorratsschädling oft lästig werden.

Aussehen:Die Falter sind grau gefärbt und tragen drei schmale gezackte Querbänder auf den Vorderflügeln. In Ruhestellung sind Mehlmotten ca. 14 mm lang. Die Raupen sind, je nach Nahrungssubstrat, hellbeige bis grünlich eingefärbt, spärlich behaart und bis 13 mm lang. Die Weibchen legen bis zu 300 Eier einzeln auf das Befallssubstrat. Die Puppe wird etwa 7 mm lang und ist ganz in einem dichten, weißen Seidenkokon eingesponnen.

Entwicklung: 

Weibliche Dörrobstmotten produzieren 60-300 Eier, die entweder einzeln oder in Gruppen an das Nahrungssubstrat abgelegt werden. Die ausgewachsenen Larven entfalten eine rege Spinntätigkeit und verpuppen sich in einem sieben mm langen, hellbraunen, dichten Gespinstkokon außerhalb des Nahrungssubstrates. Die temperaturabhängige Gesamtentwicklung vollzieht
sich in Mitteleuropa in 2-6 Monaten. Möglich sind zwei Generationen pro Jahr, das zweite Pupparium überwintert in seinem Gespinstkokon.

Vorkommen und Bedeutung:Die Raupen der Mehlmotte lieben besonders Weizenmehl, gehen aber auch an andere Mehlsorten, Körner und Samen und an Nudeln sowie an Kakao, getrocknete Früchte, Nüsse und Mandeln. Die Falter nehmen keine Nahrung auf. Nach dem Schlüpfen aus dem Ei beginnen die Raupen zu fressen und spinnen dabei einen klebrigen Seidenfaden. Dieser Faden lässt das Mehl zu Zöpfen zusammenkleben. Gleichzeitig wird es durch die Exkremente dunkel gefärbt und erhält einen üblen Geschmack. In Mühlen und Bäckereien kann das zusammengestoßene Mehl Röhren, Trichter und Siebe verstopfen, so dass die Arbeit unterbrochen werden muss, bis alles gereinigt ist. Bei einem Mottenbefall in Lebensmittelbetrieben sollte in jedem Fall eine professionelle Schädlingsbekämpfung erfolgten.

Bekämpfung: Im Haushalt reicht es gewöhnlich, die verdorbenen Waren wegzuwerfen. Man sollte aber nicht vergessen, dass sich erwachsene Raupen oder Puppen an anderen Stellen versteckt haben können und nach einigen Wochen neue Motten schlüpfen lassen. Tauchen auch nach gründlicher Reinigung immer wieder Motten oder Raupen auf, sollte ein professioneller Schädlingsbekämpfer beauftragt werden. Zur Kontrolle können Pheromonfallen (siehe P.S.D. Online-Shop) aufgestellt werden. Durch das Monitoring können anhand festgelegter Schwellenwerte frühzeitig kleinräumige Bekämpfungen von sachkundigen Schädlingsbekämpfern durchgeführt werden. Sie können natürlich auch biologisch mit Schlupfespen (siehe P.S.D. Online-Shop) bekämpft werden!

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