Pharaoameisen

Pharaoameisen

Lateinisch: Monomorium pharaonis

Adulte (erwachsene) Ameise:  bernsteingelber Körper mit schwarzem Hinterende; Arbeiterinnen: 2-2,5 mm; Königinnen: bis 5 mm, sehr schlank von gewöhnlichen Hausameisen durch ein zweiknopfig aussehendes Verbindungsstück zwischen Brust und Hinterleib zu unterscheiden.

Aussehen:

Pharaoameisen sind sehr klein. Die Arbeiterinnen erreichen gerade 1,5 bis 2,5 mm Länge. Ihre Farbe ist hellorange mit einer dunkel eingefärbten Hinterleibsspitze. Die Larven befinden sich in den tief im Mauerwerk verborgenen Nestern.
Entwicklung:

Die zur Unterfamilie der Knotenameisen (Myrmicinae) gehörenden Pharaoameisen (Monomorium pharaonis) siedeln immer an den wärmsten Stellen eines Gebäudes. Wegen ihres tropischen Ursprungs bevorzugen sie Nistplätze mit Temperaturen von über 30° C, wie sie z. B. in Krankenhäusern, Hallenbädern, Hotels, zoologischen Gärten, Großküchen, Wohnanlagen, Bäckereien und privaten Haushalten vorherrschen können. Hier können sie ihre gut versteckten und unzugänglichen Nester in enge Ritzen oder Hohlräumen, entweder dicht unter der Oberfläche oder tief im Gemäuer, anlegen. Bei uns ist die Pharaoameise nur in Gebäuden überlebensfähig. Ihre hohe Vermehrungsrate erklärt sich aus der ständigen Anwesenheit mehrerer oder vieler Königinnen (bei massenhaftem Auftreten z. T. Völker mit mehr als 1.000 Königinnen) und der Anlage von Tochterkolonien, die z. B. durch Auswanderung bei Überbevölkerung, durch Nestverlagerung bei Störungen – hierzu gehören auch falsche Bekämpfungsmaßnahmen – und durch Verschleppung kleiner “Satellitennester” mit Wäsche oder Lebensmitteln usw. entstehen können. Die Entwicklung vom Ei zum erwachsenen Insekt dauert (bei 27° C und 80 % rel. Luftfeuchtigkeit) ca. 50 Tage. Lebensalter der Arbeiterinnen: etwa 60 Tage; Lebensalter der Männchen: 14-21 Tage; Königinnen: bis zu 273 Tage. Die Entwicklung der Pharaoameise verläuft über Larven- und Puppenstadien, d.h. sie durchlaufen eine vollständige Metamorphose (Holometabolie).

Vorkommen und Bedeutung:

Pharaoameisen siedeln sich immer an den wärmsten Orten im Gebäude an. Sie bevorzugen Nistplätze mit Temperaturen von über 30° C. Bei uns treten Pharaoameisen zum Beispiel in Krankenhäusern, Hallenbädern, Hotels, Fabriken, Warmhäusern in zoologischen Gärten, Wohnanlagen, Großküchen, Bäckereien, Wäschereien, Lebensmittelwerken und privaten Haushalten auf. Pharaoameisen verursachen einen großen Schaden. Sie sind Träger von Krankheitskeimen und verunreinigen Lebensmittel. Kontaminierte Lebensmittel sind für den menschlichen Verzehr nicht mehr geeignet. Pharaoameisen werden in unsere Gebäude eingeschleppt (mit verschiedensten Waren und Textilien, z. B. aus Wäschereien). Ein Zuflug, wie z. B. bei Wegeameisen, findet nicht statt, da Pharaoameisen-Königinnen und -Männchen ihre Flügel nicht nutzen.
Bekämpfung:

Bekämpfungsmaßnahmen:

Die Beköderung befallener Gebäude ist nicht trivial und sollte unbedingt dem professionellen Schädlingsbekämpfer überlassen werden. Da eine Pharaoameisenbekämpfung allein keinen durchschlagenden Erfolg bringt, können nur kontinuierlich durchgeführte und überprüfte Bekämpfungen nach einem festen System zu einem dauerhaft wirkungsvollen Ergebnis führen. Dieses liegt in den vielen Zweignestern der Tiere begründet. Überlebt nur eines der Nester mit einer Königin, lebt ein Befall wieder auf und verbreitet sich erneut über das Gebäude. Gerade die Pharaoameisenbekämpfung wird in der Regel nicht ohne einen Fachmann erfolgreich sein.

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