Wanderratte

Wanderratte
Lateinisch: Rattus norvegicus
Erwachsene Wanderratte: Plumper, robuster Körperbau, Kopf im Bereich der Kaumuskulatur massiger als bei der Hausratte und dadurch kürzer wirkend Wanderratten sind im Gefolge des Menschen Kanalisationsbewohner und Unratbesucher, daher Fell struppiger als bei der Hausratte Schnauze relativ stumpf; die kleinen, runden, behaarten Ohren reichen, nach vorne umgelegt, nicht bis an die Augen. Kopf-Rumpf-Länge: 19-28 cm; Schwanzlänge: 17-23 cm, Schwanz bei ausgewachsenen Wanderratten immer kürzer als Körper; Ohrlänge: 18-24 mm; Körpergewicht: 240-580 g, größter bei uns lebender Schadnager Rückenfell: braugrau, mitunter rostfarben überflogen, in Osteuropa häufiger dunkelbraun bis fast schwarz mit dunkelgrauer bis schwarzer Bauchfärbung; Bauchseite: schmutzigweiß bis grau ohne scharfe Flankenbegrenzung; Schwanzoberseite grau-braun, Schwanzunterseite etwas heller gefärbt. Entwicklung: Die Entwicklung der Wanderratten unterscheidet sich nur geringfügig von der Hausratte. Unter günstigen Bedingungen in Getreidemagazinen und Ställen vermehrt sich die Wanderratte das ganze Jahr und ist überaus fruchtbar. Ein Rattenpaar und seine Nachkommen erzeugen im Jahr etwa 1000 Individuen! Vorkommen und Bedeutung: Die Wanderratten stammen höchstwahrscheinlich aus den Steppen Zentralasiens. Sie sind scheu und dämmerungsaktiv, um ihren natürlichen Feinden (Greifvögeln) zu entgehen. Die Anpassungsfähigkeit der Wanderratte ist sehr groß und sie verdrängte bald nach ihrem ersten Auftreten in Mitteleuropa die Hausratte. Die Wanderratte sucht zur Nahrungsaufnahme oftmals Müllcontainer oder ähnlich unhygienische Plätze oder aber auch Vorratsräume auf. Sie ist ein Allesfresser und nimmt ebenso gern pflanzliche wie tierische Kost zu sich. Nicht selten dringt sie in Geflügelfarmen ein und kann als Räuber auftreten und junge Enten und Hühnerküken töten. Ihre Nester werden an einem trockenen Ort mit gesammeltem Papier, Watte oder ähnlichen Stoffen ausgepolstert. Bekämpfung/Vorbeugung: Der Schutz vor Wanderratten beginnt bei einer umfassenden Absicherung der Gebäude. Wanderratten gelangen meist nachts durch offene Türen oder Spalten an Türen in unsere Häuser. Sie nutzen jeden Spalt, um in die Innenbereiche zu gelangen. Um sich Zugang zu verschaffen, werden zu kleine Ritzen so lange benagt, bis sich die Tiere hindurchzwängen können. Eine Bekämpfung von  Wanderratten erfolgt oftmals großflächig in Städten und Gemeinden. Wanderratten können mit entsprechenden Schlagfallen (siehe P.S.D. Online-Shop) und Rattenköderstationen (siehe P.S.D. Online-Shop) bekämpft werden. Zur Verhinderung, dass Ratten über das WC eindringen, gibt es eine spezielle Ratten-Schutzklappe zur Anbringung in der Toilette.Nur kontinuierlich durchgeführte  und überprüfte Bekämpfungen (Monitoring) nach einem festen System führen zu einem dauerhaft wirkungsvollen Schutz vor Wanderratten und ihren Nachkommen. Link: Quelle YouTube https://www.youtube.com/watch?v=a4M_3KmZGLU