Brotkäfer

Brotkäfer

Lateinisch: Stegobium paniceum

Adulter (geschlechtsreifer) Käfer: Männchen ca. 1-2 mm, Weibchen ca. 2-4 mm lang, Rotbraun bis dunkelbraun gefärbter, länglich ovaler Käfer mit Punktstreifen und feinen, kurzen und gelben Härchen auf den Flügeldecken; Kopf vom Halsschild verdeckt; Fühler dreigliedrig mit keulenförmig verdicktem Endglied.

Larven: Junglarven 0,5 mm lang und sehr beweglich. Altlarven ca. 5 mm lang, weiß mit hellbrauner Kopfkapsel, stark gekrümmt und relativ unbeweglich.

Der Brotkäfer ist ein häufiger, wenn auch ungebetener Gast in unseren Wohnungen. Das harmlose Lebkuchenherz, mitgebracht vom Jahrmarkt, ist oftmals die Befallsursache.

Aussehen:

Die Käfer ähneln dem Gemeinen Nagekäfer (Holzwurm). Ihr Kopf liegt unter dem Halsschild verborgen und die Fühler enden in drei sehr langen Gliedern. Die Größe der erwachsenen Brotkäfer schwankt zwischen 3 und 6 mm. Die Käfer sind rotbraun, behaart und flugfähig. Beim Umherfliegen werden sie stark durch Licht angezogen. In Wohnungen mit Brotkäferbefällen werden die Käfer abends auffällig, wenn sie laut klackend gegen die Lampen fliegen. Die Larve ist engerlingsartig gekrümmt und lebt im harten Befallsgut.

Entwicklung:

Die weiblichen Käfer legen während ihrer kurzen Lebensdauer von durchschnittlich drei Wochen bis zu 100 weiße und 0,4 mm große Eier verstreut im Befallsgut oder an dunklen Stellen ab. Mit ausreichendem Nahrungsangebot und unter Einarbeitung kleiner Nahrungspartikel beginnen die ausgewachsenen Larven mit der Fertigung eines gesponnenen, ovalen Kokons. In diesem Kokon verbleibt das Insekt von der letzten Häutung der Larve, über die anschließende Verpuppung bis zur völligen Ausfärbung des Käfers und Ausreifung seiner Geschlechtsorgane. Die Entwicklung vom Ei bis zum erwachsenen Brotkäfer vollzieht sich bei 17° C innerhalb von ca. 200 Tagen, verkürzt sich allerdings bei Temperaturen um 30° C auf etwa 70 Tage.

Vorkommen und Bedeutung:

Der Brotkäfer ist häufig in Bäckereien, Gewürzlagern, Apotheken und Haushalten anzutreffen. Im Freien entwickelt er sich in Vogelnestern. Die Larven schädigen das Befallssubstrat durch Fraß und ihre Ausscheidungen. Hartes Gebäck, altes Brot, Lebkuchen usw. zeigt die typischen Ausfluglöcher der Käfer. Waren werden optisch unattraktiv.

Gegenmaßnahmen:

Befallene Ware muss entfernt werden – eine Behandlung der Lebensmittel ist nicht möglich. Umher kriechende Käfer in Bäckereien und Apotheken können mit einem giftfreien Siliziumdioxid (siehe P.S.D. Onlineshop) bekämpft werden. Zur Kontrolle können zudem spezielle Pheromonfallen (siehe P.S.D. Onlineshop) aufgestellt werden. In Haushalten reicht es meistens aus, die Befallsursache (das Lebkuchenherz, altes Brot) zu finden und zu entfernen.

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